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In den vergangenen Tagen organisierte das Informationssicherheitsportal CASES des Ministeriums für Wirtschaft und Außenhandel eine Sensibilisierungskampagne mit dem Titel „Nackt im Netz? – Schützen Sie Ihre Daten!“. Dabei wurden in der Luxemburger Innenstadt sowie in zahlreichen Gemeinden des Landes Tausende von Orangen und Informationsbroschüren verteilt.
Trotz winterlicher Temperaturen und Grippewelle diente die Aktion nicht zur Vorbeugung von Erkältungen. Ziel der Kampagne war es, die Bürger auf das richtige Verhalten zum Schutz der digitalen Privatsphäre bei der Nutzung des Internets hinzuweisen.
Warum Orangen? Die Antwort fand sich in einer Broschüre, die ebenfalls an die Passanten verteilt wurde: Die Schale schützt die empfindliche Frucht vor dem Zugriff – und auch wir sind im Netz nur geschützt, wenn wir unsere persönlichen Daten mit Bedacht veröffentlichen.
Die Sensibilisierungskampagne wurde von CASES in Zusammenarbeit mit zahlreichen Partnern, so auch dem Familien- und Integrationsministerium durchgeführt.

Ralph Schroeder, im Ministerium unter anderem zuständig für die Jugendhäuser, erklärte hierzu, dass die junge Internetgeneration ihren Eltern bei der Nutzung der Neuen Medien oft weit voraus sei. Viele Eltern benötigten daher konkrete Unterstützung bei der Bewältigung ihrer Aufgabe, die Kinder auf die Gefahren im Internet hinzuweisen.
So stehe demnächst ergänzend zum bestehenden Kursangebot an den Schulen die Weiterbildung der Erzieher in den Maisons relais auf dem Programm.
Schließlich wies Schroeder auf einen ganz neuen Aspekt der Jugendarbeit im Bereich der digitalen Medien hin: Immer mehr Jugendliche gerieten im Internet in Notsituationen, die sie allein nicht mehr bewältigen können. Es sei in diesen Fällen unbedingt nötig, ihnen mit psychologischem Rat beizustehen. Daher kooperiere das Familienministerium auch hier mit verschiedenen psychosozialen Beratungsstellen.
Letztendlich müsse aber auch den Eltern klar sein, dass das Internet keineswegs eine Privatangelegenheit sei, sondern eine ernst zu nehmende Realität im Leben ihrer Kinder darstelle.
Weitere Informationen zur Aktion und zu Fragen der Informationssicherheit können auf www.cases.lu, dem Informationssicherheitsportal des Ministeriums für Wirtschaft und Außenhandel abgerufen werden.
Partner der Aktion:
Ministerium für Erziehung und Berufsausbildung, Familien- und Integrationsministerium, Police Grand-Ducale, P&T, Service National de la Jeunesse, NORTIC, Stadt Ettelbrück, Stadt Luxemburg, Gemeinde Sanem, Gemeinde und Syndicat d’Initiative Schengen, Handelskammer Luxemburg, Handwerkskammer Luxemburg, CACTUS.
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