Festplatten
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Dieses Dokument erläutert den Aufbau und die Funktion einer Festplatte, mit der die meisten
Geräte und insbesondere Computer und Server ausgestattet sind.
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Um den verschiedenen bestehenden
Anforderungen zu entsprechen und die Wahl einer geeigneten Lösung zu unterstützen, deckt das Dokument
außerdem die Aspekte der potenziellen Geschwindigkeit, der Speicherkapazität und der Formatierung ab.
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An dieser Stelle muss erneut auf den Unterschied zwischen dem Arbeitsspeicher,
dessen Hauptzweck der permanente Empfang von Daten ist, die für den Prozessor bestimmt
sind oder die von diesem stammen, und dem Festwertspeicher, dessen Hauptaufgabe
die Speicherung von Daten selbst im Fall einer Stromunterbrechung des Geräts ist,
hingewiesen werden. Die Kapazität dieser Speicher wird immer in Byte angegeben.
Die wichtigste Eigenschaft des Arbeitsspeichers ist die Geschwindigkeit, mit der er
schreibend und lesend auf die Daten zugreift. Neben der von jedem EDV-Datenträger
geforderten Zuverlässigkeit gehören zu den wichtigsten Leistungsmerkmalen eines Festwertspeichers
seine Kapazität sowie seine Schreib- oder Lesegeschwindigkeit.
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Die Festplatte ist ein normalerweise in das Gerät integrierter Festwertspeicher und dient zur
Speicherung diverser Informationen wie etwa des Betriebssystems, der Anwendungen und der Daten
des Benutzers. Bestimmte Geräte wie etwa Server können mehrere Festplatten enthalten, um
eine größere Speicherkapazität oder Redundanz zu bieten.
Festplatten ermöglichen also selbst nach einem Stromausfall des Geräts die
Wiederherstellung der Informationen. Die Bezeichnung "fest" ist auf den Vergleich mit flexiblen
(weichen) Datenträgern wie etwa Disketten zurückzuführen.
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Die erste Festplatte wurde in den 50er Jahren erfunden.
Sie wies etwa 50 cm Durchmesser auf und ermöglichte die Speicherung von einigen "Megabyte".
Seinerzeit wurde sie gelegentlich auch in Anlehnung an die von IBM hergestellte Festplatte
als "Winchester" bezeichnet.

Die Funktionsweise einer Festplatte lässt sich am besten mittels der Analyse ihres Aufbaus erklären.
Da das Öffnen einer Festplatte jedoch zu deren Zerstörung führen kann, wird dringend davon abgeraten,
dies an einer noch in Betrieb befindlichen Festplatte auszuführen.
1.2.1 Außenansicht

Eine Festplatte ähnelt einem versiegelten Aluminiumgehäuse, von dem eine
Seite mit elektronischen Komponenten bestückt ist (diese befinden sich üblicherweise
auf einer Leiterplatte, die sich von der restlichen Festplatte entfernen lässt).
Diese Komponenten sind Schaltkreise, die als Schnittstelle zum übrigen Gerät aber auch als Cache
und zur Steuerung der Schreib- und Lesemechanismen dienen.

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1.2.2 Innenansicht

Nach dem Entfernen der Abdeckung des Aluminiumgehäuses entdeckt man eine
einfache aber extrem präzise Mechanik, die aus verschiedenen Elementen besteht:
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Die Platte(n)
Diese Elemente drehen sich mit sehr hoher Geschwindigkeit um ein und dieselbe Achse,
wenn die Festplatte in Betrieb ist. Die beiden Flächen der Platten sind mit einem
spiegelnden Belag und mit einer magnetischen Substanz überzogen. Um eine höhere
Speicherkapazität zu bieten, sind einige Festplatten mit mehreren Platten bestückt.
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Die Schreib-/Leseköpfe
Außerdem enthält die Festplatte einen oder mehrere Arme, an denen die
Schreib-/Leseköpfe angebracht sind. Diese Arme werden durch einen Motor
gesteuert und ermöglichen den Schreib-/Leseköpfen, den gesamten Radius
einer Platte abzutasten. Auf diese Weise ermöglicht das System die Abdeckung
der gesamten Oberfläche einer sich drehenden Festplatte. Das gesamte System
kann als hochleistungsfähige Präzisionsmechanik angesehen werden. Ein Arm kann
mehr als 50 Mal pro Sekunde den Radius einer Festplatte abtasten. Die zwischen
zwei Festplatten befindlichen Arme sind an beiden Seiten mit Schreib-/Leseköpfen
ausgestattet und können so auf die oberen und die unteren Datenträger zugreifen.
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Wie werden die Daten gespeichert und wie ist es möglich, diese wieder aufzufinden?
Die erste Strukturierungsebene ist natürlich die Festplatte (die Platte(n)) mit ihrer Oberfläche, auf der die Daten gespeichert werden.
Jede physikalische Platte ist in kreisförmige Spuren und in Sektoren unterteilt.
Die Sektoren entsprechen Kreisabschnitten der Festplatte, die sich mit Kuchenstücken vergleichen lassen.
Die Abbildung zeigt eine Spur (Track) in Gelb und ein Sektor (Sector) in Blau.
Um auf die Daten zugreifen zu können, müssen die Seite, die Adresse der Spur und die Adresse
des Sektors angegeben werden. Um die Suche nach Daten zu vereinfachen, verwenden die Festplatten
eine Speichereinheit, die als "Cluster" bezeichnet wird und die sich aus einer bestimmten Anzahl
von Sektoren zusammensetzt.
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Die Kapazität einer Festplatte lässt sich also auf der Grundlage der Anzahl von Flächen, Spuren und Sektoren festlegen.
Sie wird auch durch die Speicherdichte jedes Sektors bestimmt.
Diese Dichte entspricht der Datenmenge, die in einen Sektor geschrieben werden kann.
Sie wird in Bit oder Kilobit je mm2 angegeben (oder Bits Per Square Inch - BPSI).
Die Maßeinheit der Kapazität von Festplatten wird in Byte angegeben. Sie ist spezifisch, da sie "astronomische"
Datenmengen angeben. Man spricht von:
1
Kilobyte =
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1000
bytes
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| 1
Megabyte =
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1000
Kilobytes
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1
Gigabyte =
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1000 Megabytes
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1 Terabyte =
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1000
Gigabytes
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1
Petabyte =
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1000
Terabytes
|
| 1
Exabyte =
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1000
Petabytes
|
1
Zettabyte =
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1000
Exabytes
|
| 1
Yottabyte =
|
1000 Zettabytes
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2.3.1 Faktoren, die die Leistung der Festplatte bestimmen

Rotationsgeschwindigkeit
Die Leistung einer Festplatte hängt von ihrer Rotationsgeschwindigkeit ab. Die Rotationsgeschwindigkeit
hat tatsächlich einen Einfluss auf die Geschwindigkeit des Datenzugriffs. Die jüngste
Festplattengeneration erreicht Rotationsgeschwindigkeiten von mehr als 10.000 U/min.
Der Daten-Cache
Der Zugriff auf die auf einer Festplatte gespeicherten Daten erfolgt auf mehr oder
weniger vorhersehbare Art und Weise. Es besteht daher die Möglichkeit, die Leistung zu steigern,
indem später benötigte Daten vorzeitig gelesen und in einem als Cache-Speicher bezeichneten
Zwischenspeicher ("Read Look-Ahead Buffer") gespeichert werden, bevor das Gerät diese anfordert,
um sie dann bei Bedarf schnell bereitzustellen. Die Bereitstellung der Daten ausgehend vom
Zwischenspeicher erfolgt nämlich viel schneller. Die korrekte Implementierung dieses
Zwischenspeichers ermöglicht eine beträchtliche Steigerung der Leistungen der Festplatte.
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2.3.2
Die Leistungen einer Festplatte werden durch folgende Kriterien angegeben

Die Datenrate oder "Data Rate"
Die Datenrate gibt die Geschwindigkeit der Datenübertragung zwischen der
Festplatte und der Hauptplatine in Byte pro Sekunde an.
Die Such- oder Positionierzeit ("Seek Time")
Sie gibt die erforderliche Zeit zwischen einem Request des Geräts und der Übertragung des ersten Byte in Millisekunden an.
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Die Festplatte(n) ist/sind mittels eines oder mehreren Controllern mit der
Hauptplatine verbunden. Die Leistung dieser Controller hat einen direkten Einfluss
auf die Geschwindigkeit des Datenzugriffs durch die Anwendungen.
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