Das Internet
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Im Jahr
1962,
während des Kalten Krieges, beauftragte die US Air Force ein kleines Forscherteam mit der Schaffung
eines Kommunikationsnetzes, das einem Angriff auf die militärischen Kommunikationszentralen
standhalten sollte, vor allem im Falle eines nuklearen Konflikts. Die ursprüngliche Idee war
also diejenige eines "unzerstörbaren" Netzwerks für rein militärische Zwecke. Die Überlegungen
gründeten sich auf eine Architektur sternförmiger Maschen, auf der die Daten auf dynamische Art
zirkulieren konnten, wobei sie vorzugsweise den einfachsten Weg zum Empfänger nahmen. Dieses
Konzept wurde damals vom Pentagon abgelehnt.
1968 veröffentlichte das amerikanische Verteidigungsministerium, genauer
gesagt die Abteilung "ARPA" (Advanced Research Project Agency), eine Ausschreibung für die
Einrichtung eines Netzes von Rechnern: "ARPANET".
1972
bestand das Netz aus rund vierzig Rechnern. Als "ARPANET" praktisch fertig gestellt war,
beschloss die amerikanische Regierung, die Kontrolle zu übernehmen und sie an eine
Organisation namens "Defense Information Systems Agency - DISA" zu übertragen.
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1980
geht das Netzwerk zunehmend aus den Händen des Militärs zu den Universitäten über, die es in "Internet", ein Kürzel für "Inter Networking" (Interconnection Network) umbenennen. Dieses Netzwerk wächst
immer schneller, und täglich werden mehr Rechner angeschlossen.
1981
wird das Protokoll "TCP/IP"
als "öffentliches" Internet-Protokoll anerkannt.
1995
sind über 2 Millionen Rechner angeschlossen, die Zahl der Benutzer wird auf 30 Millionen
veranschlagt, und die Dienste stehen in 146 Ländern zur Verfügung.
2003
wird die Zahl der Benutzer in Europa auf 113 Millionen geschätzt. Dieses Netzwerk
wird für verschiedene private, öffentliche und gewerbliche Zwecke genutzt. Das Netz
dient unter anderem dazu, billiger ins Ausland zu telefonieren, Radio zu hören und
Informationen in Text, Bild und Ton sowie Videos zu übertragen.
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Zum besseren Verständnis dieses Kapitels wird empfohlen, vorher das Dokument
über das "TCP/IP-Protokoll (Transmission Control Protocol/Internet Protocol)" zu lesen.
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Das Netz der Netze setzt sich aus mehreren Netzwerken in aller Welt zusammen. Diese Netzwerke
sind mit Routern untereinander vernetzt, die eine transparente Kommunikation zwischen den
unterschiedlichen angeschlossenen Elementen ungeachtet der räumlichen Entfernung ermöglichen.
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Das Internet basiert auf dem IP-Protokoll (Internet protocol) und einer Reihe dazugehöriger Anwendungen,die für gewöhnlich als "TCP/IP" bezeichnet werden. Wegen der unvollkommenen Verteilung der verfügbaren IP-Adressen sind die aktuelle Version dieses Protokolls "IP Version 4" und sein Adressierungsmechanismus
nun mit Problemen bezüglich der beschränkten Anzahl von Adressen konfrontiert. Derzeit wird eine neue
Version namens "IP Version 6" implementiert, die eine praktisch unbegrenzte Erweiterung der im Internet
verwendbaren Adressen ermöglicht.
Für den Zugang auf die im Internet verfügbaren Informationen müssen der Rechner oder das
lokale Netzwerk mit einem Modem oder einem Router ausgestattet sein, die eine Verbindung
über das Telefonnetz, Kabel oder Funknetz (drahtlos) ermöglichen. Um die Anwendungen nutzen
zu können, muss der Rechner auch mit diverser Software ausgestattet sein, die die Navigation,
die Übertragung von Dateien und E-Mails und die Nutzung sonstiger vom Internet unterstützter
Anwendungen ermöglicht.
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Das Web wurde 1989 auf Initiative von Tim Berners-Lee, einem Forscher am Kernforschungszentrum CERN
(Conseil européen pour la recherche nucléaire) in Genf, ins Leben gerufen. Tim Berners-Lee gilt
als Erfinder des World Wide Web, der Programmiersprache HTML, des HTTP-Protokolls und der URL.
1989 schlug er ein Hypertext-Projekt vor, das heute unter dem Namen World Wide Web (WWW oder W3)
bekannt ist. Sein Projekt sollte den Menschen die Zusammenarbeit durch gemeinsame Nutzung ihrer
Kenntnisse in einem Dokumentennetzwerk unter Verwendung von Hypertext ermöglichen.
Im Oktober 1990 entwickelte er den ersten http-Server, den ersten Web-Navigator
und einen Wysiwig(What You See Is What You Get)-Editor.
Der Zugang zum World Wide Web war erstmals im Dezember 1990 im CERN und ab dem Sommer 1991 im Internet verfügbar.
Das Web ist seither zu einer Entwicklungsplattform für Multimedia-Software geworden.
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Die Festlegung der technischen Normen und die Entwicklung des Web liegt derzeit in den Händen
des Konsortiums W3C (World Wide Web Consortium) am "Massachusetts Institute of Technology" (MIT),
zurzeit unter der Leitung von Tim Berners-Lee.
Das Web ist ein spezieller Internet-Dienst, der aus einer Bibliothek von Ressourcen besteht,
die über das Internet zur Verfügung gestellt werden.
Die Ressourcen sind auf verschiedenen "Web"-Servern in aller Welt gespeichert. Es handelt sich somit
um eine verteilte Architektur, die keine Grenzen kennt. Diese Server sind über ein Internet-Protokoll
namens "HTTP - HyperText Transfer Protocol" zugänglich. Die Anzeige der Daten erfolgt in Form von
"HTML"- oder "HyperText Markup Language"-Seiten, die Hypertext-Links enthalten, über die man durch
einen einfachen Maus-"Klick" von einer Seite zu einer anderen gelangt.
Vor Einführung des "Web" konnte man lediglich auf Daten in Textform zugreifen. Das "Web" hat sich
mittlerweile zu einem grafischen Multimedia-System entwickelt, mit dem neben Texten auch Bilder,
Videos und Tondaten übertragen werden können.
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Internetnutzer bewegen sich im Internet mit Hilfe einer Anwendung, die Browser genannt
wird (Internet Explorer, Netscape, Mozilla usw.).
Der Zugang zu den Daten erfolgt auf Grundlage vereinheitlichter Adressen der betreffenden Ressourcen namens "URL - Uniform Resource Locator".
.
Beispiel:
http://www.etat.lu


Name des verwendeten Protokolls: Dabei handelt es sich sozusagen um die Sprache,
die zur Kommunikation im Netzwerk verwendet wird. Das meistverwendete Protokoll
ist das HTTP-Protokoll (HyperText Transfer Protocol), das den Austausch von Web-Seiten
im HTML-Format ermöglicht.
Im oben stehenden Beispiel:
http://www.etat.lu

Der Domain-Name: Es handelt sich dabei um den Namen der Domain, die die gewünschte Ressource hostet.
Anmerkung: Das "DNS"(Domain Name Server)-Protokoll wandelt die IP-Adressen (194.154.200.74)
in Domain-Namen (www.etat.lu) um. Beachten Sie bitte, dass man auch die
IP-Adresse des Servers verwenden kann.
Im oben stehenden Beispiel entspricht
http://www.etat.lu oder
http://194.154.200.74
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Der TCP/IP-Port: Es handelt sich dabei um eine Nummer, die dem Server angibt, welche Art
Ressource angefordert wird. Beim http-Verkehr wird standardmäßig der Port mit der
Nummer 80 gewählt; diese Port-Nummer ist optional. Der Internetnutzer braucht sich
um diese Funktion nicht zu kümmern, da sie beim Besuch der Websites automatisch vom
"Browser" ausgeführt wird.

Die Erweiterung der gewünschten Domain-Adresse: Die Erweiterung am Ende jeder Web-Adresse
bezeichnet in der Regel das Land, in dem sich die betreffende Ressource befindet.
Im oben stehenden Beispiel:
http://www.etat.lu
, für Luxemburg. Manchmal steht diese Erweiterung unmittelbar für einen mit der betreffenden Website verbundenen Dienst:
http://www.fbi.gov
http://www.fbi.gov
(gov für "government").
Standort der gewünschten Ressource: Eine elektronische Adresse ermöglicht es dem Server,
in einer für den Benutzer transparenten Weise direkt zum Ort (Verzeichnis) der Ressource
(Datei) zu gelangen, die der gewünschten Domain entspricht.

Ein "URL" ist daher eine Art Hilfsvorrichtung, anhand derer der Browser die gewünschte Ressource,
den Server, die Anwendung und die Datei finden kann. Wenn man auf eine Ressource im Internet
zugreifen möchte, muss man daher ihren "URL" kennen.

Der URL ist die Standard-Adressierung für jedes Dokument auf jedem lokalen Rechner oder im Internet.
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Da die verfügbare Informationsmenge ungeheuer groß und in der Regel unstrukturiert ist,
muss man Suchmaschinen zu Hilfe nehmen, die den schnellen Zugang zur entsprechenden "URL"
ermöglichen, die der Benutzer noch nicht kennt. Dies geschieht unter Verwendung von
Suchbegriffen und Boolescher Operatoren (AND, OR und NOT), mit denen die Suchbegriffe
verbunden oder getrennt werden können.
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Zu den bekanntesten Suchmaschinen zählen Google, Altavista und Lycos. Diese Websites verwenden
hochkomplexe Algorithmen zur regelmäßigen Analyse des Inhalts der im Internet zugänglichen
Dokumente, um eingehende Suchanfragen angemessen beantworten und die Websites ermitteln zu
können, die der Anfrage des Benutzers am genauesten entsprechen.
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Stärken :
Jeder kann es benutzen.
Schwächen :
Es gibt keine wirklichen Regeln für das Netz der Netze.

Stärken :
Dieses Kommunikationssystem wurde rasch von den Unternehmen für geschäftliche Transaktionen eingesetzt.
Schwächen :
Technologien, die die nötigen Mittel zur Durchführung gesicherter geschäftlicher
Transaktionen bieten, haben sich noch nicht allgemein durchgesetzt.

Stärken :
Der Zugang zum Internet ist frei.
Schwächen :
Effiziente Mechanismen zur Authentifizierung beginnen sich erst allmählich im Netz
durchzusetzen. Dennoch ist es immer noch äußerst einfach, sich eine fiktive Persönlichkeit
zuzulegen oder sich für einen anderen auszugeben.
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Stärken :
Die Struktur des Internet beruht auf verbindungstechnischen Elementen und einem interoperablen
Protokoll, das den Zugang zu Diensten und Ressourcen ermöglicht.
Schwächen :
Bei der Entstehung des Internet spielten Servicequalität und Sicherheit nur eine untergeordnete Rolle.
Allerdings lassen die Weiterentwicklung des "IP"-Protokolls zu IPv6 und die neu aufgebauten
Infrastrukturen für die Zukunft Verbesserungen erwarten.
Stärken :
Das Internet ermöglicht Online-Käufe an jedem Ort der Welt von zu Hause aus.
Schwächen :
Die Abwicklung von elektronischen Geschäften über Web-Seiten geht über geografische Grenzen und
alle nationalen bzw. gemeinschaftlichen Regelungen wie z. B. für den Verkehr und die Ein- und Ausfuhr von Waren hinaus.
Der elektronische Handel führt indirekt zu einer Zentralisierung der Verarbeitungszentren
und damit zu einem höheren Bedarf an Transport- und Liefermitteln.
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Trotz der bedeutenden Stärken des Internet gibt es noch Grauzonen, die man kennen sollte,
um das Netz der Netze sachkundig nutzen zu können:
Piraterie und Viren:
Mit einem "gecrackten" Code ist es möglich, ein Computer-Netzwerk ganz oder teilweise lahm zu legen,
auf vertrauliche Daten zuzugreifen oder sogar Daten zu vernichten. Der "völlig öffentliche"
Charakter des Netzwerks bietet einen passenden Rahmen für derartige Attacken, da er betrügerische
Handlungen ermöglicht, bei denen das Risiko einer Entdeckung derzeit äußerst gering ist.
Allerdings dürfte die Entwicklung integrierter Schutzlösungen und der einschlägigen Rechtsprechung diese Gefahr mindern.
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Fehlende Verwaltung:
Die Konzeption des Internet selbst steht einer zentralisierten Verwaltung der Inhalte entgegen,
ermöglicht damit die Verbreitung zweifelhafter Inhalte und macht eine Zensur unmöglich.
Die fehlende Verwaltung der Daten hat hauptsächlich den Nachteil, dass Informationen verfügbar
gemacht und verbreitet werden, die unter Umständen veraltet oder unzutreffend, wenn nicht gar
vollkommen fehlerhaft oder unwahr sind und Internetnutzer in die Irre führen. Wir empfehlen daher,
bei der Informationssuche die Daten auf ihre Richtigkeit zu prüfen und die Informationen zwischen
unterschiedlichen Quellen abzugleichen, um sich von ihrer Stimmigkeit und Echtheit zu überzeugen.
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