Raid
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Dieses Dokument beschreibt die RAID-Systeme, die verschiedenen Konfigurationstypen
oder -ebenen, ihre Vor- und Nachteile sowie die für die
Implementierung dieser Technologie erforderlichen Elemente.
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Vorabbemerkung :
Es sei darauf hingewiesen, dass diese Technologie, die eine Erhöhung des Schutzes des
Systems gegen Datenverluste zum Ziel hat, üblicherweise nur in kritischen Geräten
wie etwa Dateiserver, oder Festplatten-Racks, die in Speichernetzwerken SAN
(Storage Area Network) verwendet werden, installiert ist.
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Es gibt sieben verschiedene Typen oder Ebenen von RAID 0 bis RAID 6,
die außerdem miteinander kombiniert werden können (RAID 0+1, RAID 1+0 etc.).
Nachfolgend werden nur die gängigsten Typen beschrieben.
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RAID 0, auch als Striping (Schachteln von Daten), schreibt und liest die
Daten sequentiell auf die Festplatten. D.h., dass beim Schreiben jedes Byte
in Stücke geteilt wird, deren Anzahl der Anzahl der Festplatten entspricht. Diese
Stücke werden beim Lesen wieder zum ursprünglichen Byte zusammengefügt.

Diese Technologie führt zu einer beträchtlichen Steigerung der Systemleistungen,
da gleichzeitig auf mehrere Festplatten zugegriffen und so die Übertragungszeit zwischen
dem Speicher und den Festplatten reduziert wird. Bei einem RAID 0 mit n Festplatten
muss jede Festplatte nur 1/n der Daten schreiben/lesen, was zur Folge hat, dass die
Übertragungsraten um ein Zehnfaches gesteigert werden, was wiederum zu einer Beschleunigung
der Verarbeitungsvorgänge führt.
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RAID 0 ermöglicht keine Datenredundanz und bietet daher keinen Schutz gegen
einen Datenverlust. Der Ausfall einer Festplatte führt folglich zum Verlust aller Daten.

Angesichts des Risikos eines Datenverlusts wird die Nutzung von RAID
0 nicht für strategische Anwendungen innerhalb eines Unternehmens/einer Verwaltung
oder zur persönlichen Nutzung empfohlen. Für Anwendungen, bei denen die Verarbeitungszeit
eine entscheidende Rolle spielt (Bildverarbeitung, Video etc.), ist diese erste RAID-Ebene von Interesse.
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Merkmale:
RAID 1, oder Mirroring (Spiegelung der Festplatte), schreibt und
liest die Daten simultan auf alle Festplatten des Arrays. Die
Festplatten müssen über dieselbe Speicherkapazität verfügen.

Diese Spiegelungstechnologie bietet einen hervorragenden Datenschutz (über eine perfekte
Redundanz) und gewährleistet die Sicherheit der Daten bei Ausfall einer Festplatte,
bringt jedoch keine Leistungssteigerung. Alle Festplatten des RAID-Systems sind
jederzeit untereinander austauschbar, und vom Ausfall einer Festplatte ist die Funktionsweise
des Geräts in keinster Weise betroffen.
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Wenn die defekte Festplatte ersetzt wird,
löst der RAID-Controller automatisch die Synchronisierung der neuen Festplatte
mit den aktiven Festplatten aus.

Der wesentliche Nachteil von RAID 1 liegt in der Tatsache, das die Leistung gegenüber
einer isolierten Festplatte nicht gesteigert wird. Außerdem bleibt die Speicherkapazität
gegenüber einer isolierten Festplatte gleich, da alle Festplatten das Spiegelbild der anderen darstellen.

Dieser RAID-Typ empfiehlt sich für Benutzer, die eine maximale
Zuverlässigkeit hinsichtlich der Speicherung kritischer Daten fordern,
jedoch keine besonderen Anforderungen an die Leistungen stellen.
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RAID 5 verknüpft das Striping (RAID 0) mit einem verteilten Paritätssystem.
Das heißt, dass die Daten sequentiell mittels eines auf Paritätsbits (
siehe Dokument Bits und Bytes)
beruhenden Systems in eine Gruppe von Festplatten geschrieben werden, um die
Daten bei Ausfall einer der Festplatten wiederherstellen zu können.
Die Paritätsdaten sind über alle Festplatten hinweg verschachtelt. Es sind mindestens 3
Festplatten identischer Größe erforderlich.
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Das auf 3 Festplatten identischer Größe (A,B und C) beruhende
System speichert auf den Festplatten A und B die Daten wie im Modus
RAID 0 (Striping) und auf der Festplatte C die Paritätsdaten.
So können bei einem Ausfall der Festplatte A die dort gespeicherten
Daten immer noch mittels der Festplatten B und C aufgerufen werden.
Gleiches gilt natürlich auch für die Festplatte B. Wenn die Festplatte
C ausfällt, befinden sich die Daten auf den Festplatten A und B
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RAID 5, das einen Datenschutz und gute Leistungen mit einem für die Parität der
Daten verringerten Overhead bietet, ist die am häufigsten verwendete RAID-Technologie.
RAID 5 bietet im Verhältnis zu den Kapazitäten der Festplatten die effizienteste Nutzung
und gewährleistet außerdem den Schutz der Daten.

Im Zusammenhang mit der Nutzung der Paritätsbit-Technik kann man weniger
von einem Nachteil als vielmehr von einem Manko sprechen. Die Nutzung dieser Technik bewirkt, dass ein Teil des Speicherplatzes (1/n, wobei n die Anzahl
der Festplatten im Array ist) nicht für die Speicherung von Produktionsdaten
verwendet, sondern von den Steuerungsdaten (Paritätsbits) genutzt wird.

Dieser RAID-Typ ist für anspruchsvolle Nutzungen geeignet, die Leistung und
Kritikalität der Daten miteinander kombinieren. Diese Technik wird für alle
wichtigen oder kritischen Server empfohlen (z.B. Dateiserver, Web-Server etc.).
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RAID 10 ist eine Kombination aus RAID 1 und RAID 0: Es werden mehrere RAID 1-Spiegelungen erstellt,
zu denen eine RAID 0-Verschachtelung (_strip_) hinzukommt. Es sind mindestens vier Festplatten
identischer Größe erforderlich.

Diese Technik ermöglicht es, sich gegen mehrere Festplattenausfälle zu schützen,
solange eine Festplatte je RAID 1-Spiegelung intakt bleibt. Auf diese Weise werden
hervorragende Leistungen sowie ein sehr guter Schutz der Daten gewährleistet.
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Wie auch RAID 1 verbraucht diese Technik viel Speicherplatz: sie halbiert den verfügbaren Speicherplatz.

Diese Lösung, die die kostspieligste aller RAID-Lösungen ist, wird
insbesondere dann eingesetzt, wenn hohe Leistungen und hohe Zuverlässigkeit
bei einem begrenzten Speicherplatz gefordert ist.
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Dieser Typ ist nicht zu verwechseln mit RAID 0+1, bei dem mehrere Verschachtelungen
(RAID 0) per RAID 1 gespiegelt werden. Sie ist weniger robust als RAID 1+0, da sie den
simultanen Ausfall mehrerer Festplatten nicht unterstützt.
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Die allgemeinen Komponenten einer RAID-Architektur sind natürlich die Festplatten
sowie ein RAID-Controller, der die Verwaltung dieser Technologie gewährleistet. Man spricht
von einer RAID-Software, wenn der Controller in das Betriebssystem integriert ist, und
von RAID-Hardware, wenn die Verwaltung durch eine spezielle Hardware erfolgt.
Die Auswahl eines software- oder hardwaretechnischen Controllers ist ebenso wichtig wie die Auswahl des zu errichtenden RAID-Typs.

Die RAID-Software ist die günstigere Lösung, die jedoch zu einer höheren Belastung der CPU
(Central Processing Unit) führt. Die RAID-Software ist im Allgemeinen in das Betriebssystem integriert,
es gibt jedoch auch spezielle Softwareprogramme. Die meisten Betriebssysteme beschränken sich leider
auf die Unterstützung der RAID-Ebene 0, einige unterstützen jedoch auch RAID 5.
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Der kostspieligere, speziell entwickelte RAID-Controller unterstützt die Technologie
ohne Nutzung der Geräteressourcen (CPU etc.) und ermöglicht die Implementierung
aller RAID-Ebenen. Zu den weiteren Vorteilen zählen:
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Sicherheit
Ein Betriebssystem, das instabil wird, hat keinen Einfluss auf die ordnungsgemäße
Funktionsweise des RAID-Systems und damit indirekt auf die Datensicherheit.
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Leistung :
Die Nutzung eines Controllers reduziert nicht nur die CPU-Last, sondern vermeidet
auch das Risiko einer Überlastung des Gerätebusses. Der Bus wird nämlich nur noch
für die Übertragungen zwischen den Festplatten und dem Speicher verwendet. Außerdem
sind die meisten RAID-Controller mit Cache-Speichern ausgestattet, die eine Beschleunigung
der Verarbeitungen der an die Festplatten gerichteten oder von diesen stammenden Requests ermöglichen.
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