Benutzung öffentlicher Computer
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| Das Internet ist aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. Viele Menschen nutzen dieses Kommunikationsmedium, um mit ihren Freunden in Kontakt zu bleiben, zu arbeiten, sich zu informieren, Waren oder Dienstleistungen zu kaufen, sich um ihre Finanzen zu kümmern usw. Einer der größten Vorteile des Internets besteht darin, dass es von überall auf der Welt genutzt werden kann, ob in Luxemburg, Frankfurt oder New York. Immer mehr Menschen greifen von fremden Rechnern auf das Internet zu (z. B. in Internetcafés, wenn sie in Urlaub sind). |
Da die Computer in Internetcafés für jeden zugänglich sind, sollten Sie unbedingt die folgenden Sicherheitsempfehlungen beachten, damit niemand auf Ihre persönlichen Daten zugreifen kann (oder z. B. Ihr Bankkonto angreift und missbraucht).
Der beste Schutz vor unbefugten Zugriffen auf vertrauliche Daten oder einem Kontomissbrauch ist natürlich der, dass Sie nicht von unbekannten oder verdächtigen Computer-Arbeitsplätzen auf wichtige oder sensible Anwendungen zugreifen. Leider lässt sich das nicht immer vermeiden. In diesem Themenbeitrag geben wir Ihnen ein paar einfache, aber nützliche Ratschläge, mit denen Sie die mit einer Nutzung öffentlicher Computer verbundenen Risiken verringern können.
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Die mit der Nutzung eines unbekannten oder öffentlichen Computers verbundenen Probleme ergeben sich aus:

dem öffentlichen Umfeld, das der Sicherheit nicht gerade zuträglich ist,

der Nutzung eines unbekannten Computers,

der massenhaften Nutzung durch andere Personen.
Dabei spielt es keine Rolle, ob sich der von Ihnen genutzte öffentliche Computer in einem Internetcafé oder in Ihrer Firma befindet – das Umfeld ist in beiden Fällen alles andere als sicher. Sie können nicht verhindern, dass jemand an Ihrem Computer vorbeigeht (oder sich hinter Sie stellt) und beobachtet, was auf dem Bildschirm angezeigt wird und was Sie mit der Tastatur eingeben. Diese einfache "Spionagetechnik" wird "shoulder surfing" genannt und ist nicht nur sehr effizient, sondern auch weit verbreitet...
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Wenn Sie einen fremden Computer nutzen, können Sie nie sicher sein, dass er richtig installiert wurde, richtig verwaltet wird und sicher ist. Es ist durchaus möglich (und in bestimmten Internetcafés sogar wahrscheinlich), dass Ihr Computer mit Viren oder Spyware infiziert ist.
Mit Spyware wird alles, was Sie an dem Computer machen, ausspioniert. Diese Informationen werden dann an die Angreifer geschickt, die sich diese Daten zunutze machen.
In der Regel zielt Spyware auf die Liste der von Ihnen besuchten Internetseiten sowie auf die von Ihnen auf diesen Seiten eingegebenen persönlichen Daten ab, wie z. B. Name, Adresse, Bankkartennummer und Kennwörter.
Wenn Sie sich auf Ihrer Webmail-Seite anmelden und Ihr Rechner mit Spyware infiziert ist, laufen Sie Gefahr, dass Ihr E-Mail-Konto von unbefugten Dritten ausspioniert und genutzt wird. Im schlimmsten Fall kann Sie dies vor Gericht bringen!
Bei e-Commerce ist die Sache noch gravierender: Wenn Sie Ihre Kreditkartennummer angeben, besteht das Risiko, dass Ihr Konto geplündert wird – stellen Sie sich vor, Sie stellen plötzlich fest, dass Ihr Kartenlimit erreicht ist und die Karte gesperrt wurde!
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Wenn Sie im Internet surfen, hinterlassen Sie auf dem Computer Spuren Ihrer Aktivitäten. Zu diesen Informationen gehören die besuchten Webseiten ("history"), der Inhalt der angezeigten Seiten ("cache"), die Inhalte der ausgefüllten Formulare usw. |
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Alle diese Informationen können einem Angreifer helfen, sich Ihr Profil zu Eigen zu machen und sich mit Ihren Daten auf Webseiten mit Authentifizierung (Webmail, e-Commerce, e-Banking) anzumelden. Aus diesem Grund dürfen Sie sich in keinem Fall von Ihrem öffentlichen Computer entfernen, wenn Sie sensible Internetseiten besuchen, auch nicht für ein paar Minuten, um sich etwas zu trinken zu holen o.ä.
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Führen Sie nach Möglichkeit keine sensiblen Transaktionen über das Internet durch, wenn Sie einen unbekannten oder öffentlichen Computer nutzen oder wenn Sie sich an einem Ort mit viel Publikumsverkehr befinden.
Internetcafés oder Bahnhöfe mit Wireless-Zugang sind keine geeigneten Orte, um Finanz- oder vertrauliche Transaktionen vorzunehmen.
Wenn Sie dennoch einen Computer an einem öffentlichen Ort nutzen müssen, begrenzen Sie die Risiken, indem Sie folgende Ratschläge befolgen:
Setzen Sie sich nach Möglichkeit in eine Ecke oder mit dem Rücken zur Wand. Achten Sie darauf, dass keine Überwachungskamera auf Ihren Bildschirm und/oder Ihre Tastatur gerichtet ist.
Vergewissern Sie sich, soweit möglich, dass Ihr PC nicht mit Spyware infiziert ist. Hierfür können Sie Ad-Aware » oder « SpyBot Search & Destroy » verwenden.
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Verwenden Sie nach Möglichkeit nicht Microsoft Internet Explorer, weil die meisten Spyware-Angriffe auf dieser Plattform stattfinden. Besser geeignet ist Mozilla Firefox.
Sie sollten mit dem Browser nie gleichzeitig surfen und wichtige Transaktionen durchführen: Schließen Sie den Browser, wenn Sie mit Surfen fertig sind (File > Quit), und gehen Sie dann erst auf die Webseiten, auf denen Sie sensible Transaktionen vornehmen (und umgekehrt). Das dauert zwar ein paar Sekunden länger, aber so können Sie in den meisten Fällen einen Session-Klau verhindern.
Bei sensiblen Webseiten sollte man davon ausgehen können, dass diese das HTTPS-Protokoll verwenden. So können Sie sicher sein, dass ihre Daten verschlüsselt übertragen werden, und Sie haben die Möglichkeit, die Identität der betreffenden Seite zu überprüfen (nähere Informationen zu diesem Thema finden Sie in dem Themenbeitrag über HTTPS).
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Je nachdem, welchen Browser Sie verwenden, kommt das eine oder das andere Verfahren in Frage:

Internet Explorer : • Klicken Sie auf Tools > Internet Options, • Klicken Sie auf der Registerkarte "General" auf "Delete Files" und "Delete Cookies", • Klicken Sie dann auf "Clear History", • Klicken Sie auf der Registerkarte "Content" auf "AutoComplete", • Klicken Sie auf "Clear Forms" und "Clear Passwords".

Mozilla Firefox : • Klicken Sie auf Tools > Options, • Klicken Sie auf der Registerkarte "Privacy" nach "Clear all information stored while browsing" auf "Clear All", Sie können auch "SpyBot Search & Destroy" verwenden, um auf dem Rechner hinterlassene Spuren zu löschen.

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In den gängigen Browsern können Formularfelder automatisch vervollständigt werden – das gilt auch für Kennwörter. Diese Funktion ist zwar praktisch, aber nicht für Computer geeignet, die von mehreren Personen genutzt werden! Wenn Sie von Ihrem Browser gefragt werden, ob er sich Ihr Kennwort merken soll, antworten Sie mit "Nein".
Sie können diese Funktion deaktivieren, bevor Sie Ihr Kennwort eingeben:

Internet Explorer : • Klicken Sie auf Tools > Internet Options, • Klicken Sie auf der Registerkarte "Content" auf "AutoComplete". Entfernen Sie alle Häkchen,

Mozilla Firefox : • Klicken Sie auf Edit > Preferences, • Klicken Sie auf der Registerkarte "Privacy" auf "Saved Form Information", und entfernen Sie das Häkchen. Klicken Sie dann auf "Saved Passwords", und entfernen Sie das Häkchen.

Wenn Sie diese Schritte befolgen, werden Ihre Daten vom Browser nicht gespeichert. Es kann jedoch immer sein, dass Ihr Kennwort bei der Eingabe mit Spyware (genau genommen mit einem "keystroke logger") abgefangen wird. Aus diesem Grund raten wir dringend, dass Sie Ihr Kennwort vorübergehend ändern, wenn Sie in ein Internetcafé gehen oder an einem anderen öffentlichen Ort einen Computer nutzen.
Vergessen Sie aber nicht, das temporäre Kennwort nach der Rückkehr zu Ihrem eigenen Computer sofort wieder in das alte Kennwort zu ändern!
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